Fermer

Digitalisierungsprojekte

Die Kommission GBIF Schweiz verfügt über finanzielle Mittel, um projektbasiert die digitale Erfassung von Sammlungsbelegen aus Schweizer Museen und Konservatorien zu unterstützen. Folgende Projekte erfolgreich durchgeführt:

2009 - 2011

Dr. Heinz Furrer, Paläontologisches Institut und Museum der Universität Zürich
« Internet-Katalog der Wirbeltiere aus der Mitteltrias des Monte San Giorgio (mit digitalen Fotos) »

Die weltweit einzigartige Sammlung fossiler Wirbeltiere aus der Mitteltrias des Monte San Giorgio (Kanton Tessin, Schweiz und Provinz Varese, Italien) im Paläontologischen Institut und Museum der Universität Zürich soll - soweit wissenschaftlich bearbeitet - im Internet für das Fach- und breitere Publikum zugänglich gemacht werden. Das Zürcher Sammlungsmaterial vom Monte San Giorgio, ein Gebiet im Südtessin, das seit 2003 als einziges paläontologisches Objekt der Schweiz auf der UNESCO-Liste der Weltnaturerbe steht, umfasst ca. 5000 Fossilien unterschiedlicher Grösse und Qualität, darunter 1200 Belegstücke, die bisher in beinahe 100 wissenschaftlichen Publikationen abgebildet (Abbildungsoriginale) oder aufgelistet (Textbelege) wurden: 24 Arten von Reptilien mit 15 Holotypen und 55 Arten von Fischen mit 21 Holotypen.
Zur Publikation dieser 1200 Belege im Internet müssen die bisherigen Daten in unserem seit 1989 digital erfassten Inventar nach heute gültiger Nomenklatur aufbereitet werden. Dazu gehören die Prüfung, Korrektur oder Ergänzung der Systematik, der Angaben zu den 38 verschiedenen Fundstellen (hauptsächlich auf schweizerischem, zu einem kleinen Teil auf italienischem Gebiet gelegen), deren Litho- und Biostratigrafie, sowie der bibliografischen Angaben wie Abbildungen, Textbelege, Zitate etc. Gleichzeitig sollen die Einträge ins Englische übersetzt werden. Ein wichtiger Punkt ist die Ergänzung mit digitalen Fotografien, die grösstenteils neu gemacht werden müssen.

 

Prof. Daniel Jeanmonod, Conservatoire et jardin botaniques de la Ville de Genève
«Saisie des échantillons de l'herbier Gamisans (Corse)»

Les Conservatoire et Jardin botaniques de Genève (CJB) possèdent la plus grande collection existante de plantes corses. Ces collections ont été en partie digitalisées (env. 25'000 échantillons), ce qui a déjà servi à de nombreux projets de recherches et de publications. Les CJB sont ainsi devenus le centre d'excellence pour l'étude de la flore corse en menant un projet international depuis une vingtaine d'années et en publiant une "Flora Corsica". Par ailleurs ils ont acquis récemment un herbier particulièrement important pour la Corse, celui de J. Gamisans, spécialiste de la flore de l'île et coauteur de l'ouvrage. Cet herbier d'env. 12'000 échantillons récoltés entre 1967 et 2002 a une grande importance par le nombre de taxons intéressants qu'il contient (taxons nouveaux et taxons rares et protégés dans l'île).
Le but de projet est de saisir les informations des échantillons de cet herbier dans la base de données des CJB et de là, de les transmettre au GBIF. Ces données seront directement utiles pour les programmes de recherche du groupe international "Flore Corse" mais aussi pour les gestionnaires de la nature en Corse (Conservatoire botanique Corse) et pour tous les chercheurs intéressés à cette flore comme les sardes de l'île voisine. Cet herbier a l'avantage d'avoir des étiquettes d'une grande précision quant au lieu de la récolte, ce qui n'est souvent pas le cas pour des herbiers plus anciens. La base de données elle-même est déjà existante dans sa structure puisqu'il s'agit de la base de données de l'institut (SIBG). Cette base de données contient déjà, entre autres, un thesaurus des noms de toutes les plantes de la Corse (env. 6000 noms de taxons avec liens synonymiques) ainsi qu'un thesaurus des noms géographiques (env. 12'000) (liés à des coordonnées) ce qui facilite grandement l'entrée des données. La présence dans l'institut de spécialistes de la flore de cette région permet par ailleurs de résoudre les problèmes que peut poser l'interprétation des données des étiquettes. Toutes les données introduites seront directement accessibles on line comme c'est le cas de toutes nos autres données, y compris par des cartes de répartition des espèces, ce qui est précieux pour la gestion des espèces rares d'une flore. Ce projet représente donc une pièce de grande importance dans un édifice déjà bien construit.

 

Dr. Eike Neubert, Naturhistorisches Museum Bern
«Erfassung der Primärtypen in der Mollusken-Sammlung von Jules René Bourguignat (1829-1892) im Muséum d'histoire naturelle Genève; Erfassung der Primärtypen in den Mollusken-Sammlungen der Museen Lugano und St. Gallen»

Dieses Projekt stellt die zweite Phase der Erfassung der Primärtypen der Mollusken in Schweizer Museumssammlungen dar. Nach Abschluss wären fast alle bedeutenden Sammlungen in der Schweiz auf ihren Typengehalt hin untersucht. Nach Einschätzung der Gesuchsteller stünden dann ca. 6000 Primärtypen aus Schweizer Autorensammlungen weltweit per Internet zur Verfügung.Berücksichtigte Sammlungen:
1) Muséum d'histoire naturelle de la Ville de Genève: Die Sammlung Bourguignat gehört zu den herausragenden Sammlungen der paläarktischen Region und deckt mit vermutlich über 4500 Primärtypen ca. 15% der Molluskenarten der Region ab.
2) Museo Cantonale di Storia Naturale di Lugano: Nach derzeitigem Kenntnisstand liegen mehrere kleinere Autorensammlungen im Kantonalmuseum Lugano vor. Die bedeutendste und wahrscheinlich Typusmaterial enthaltende Sammlung ist jene von Giuseppe Stabile, die für den alpinen und norditalienischen Raum von Bedeutung ist. Diese Sammlung war bisher verschollen, iher Existenz konnte im Rahmen der Recherche zum Gesuch festgestellt werden.
3) Naturmuseum St. Gallen: Die Sammlung von W. Hartmann im Naturmuseum St. Gallen wird ins GBIF-Projekt aufgenommen, weil sie für Mitteleuropa bedeutsam ist. Neben mehreren supraspezifischen Taxa hat Hartmann auch einige Arten beschrieben. Ihre Integration in die Typendatei bringt einen wichtigen Erkenntniszuwachs.

 

Dr. Milena Pika-Biolzi, ETH Zürich
Prof. Dr. Peter A. Hochuli, Paläontologisches Institut und Museum der Universität Zürich
«200 Jahre Oswald Heer - Digitalisierung der Paläontologischen Typensammlung von Professor Oswald Heer (1809-1883)»

Oswald Heer war einer der produktivsten und einflussreichsten Schweizer Naturwissenschafter des 19. Jahrhunderts. Der Doppelprofessor (ETH und Universität Zürich) war ein Brieffreund Darwins und könnte wie dieser in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag feiern. Seine Werke betreffen neben einem klaren Schwerpunkt in der Paläontologie auch ein ungewöhnlich breites Spektrum an anderen Fragen der Zoologie und Botanik. Die Arbeiten über die Fossilien wurden z.B. bahnbrechend für die Klimatologie und Biogeographie der Urwelt.
Vorabklärungen haben ergeben, dass innerhalb der Schweiz die Geologisch-Paläontologische Sammlung der ETH aus historischen Gründen fast alle Primärtypen besitzt. Das Ziel einer umfassenden datenbank-technischen Erfassung all dieser taxonomisch besonders wertvollen Typusexemplaren von seinen mehr als 2ʼ800 neu beschriebenen Pflanzen und Tieren, ist gleichbedeutend mit einem Zusammenführen von interdisziplinären Daten, welche durch die in der heutigen Forschungslandschaft getrennten Forschungsbereiche und Spezialisierungen innerhalb der Paläontologie zunehmend nur noch fragmentiert wahrgenommen werden.
Aus historischen Gründen befindet sich zwar der Grossteil der Belegsexemplare an der ETH Zürich und bildet im Falle der Geologisch-Paläontologischen Sammlung das Herzstück der Bestände, aber der beträchtliche Umfang erlaubte es bisher nicht, mit den beschränkten personellen Mitteln die Typen-Sammlung in einer Datenbank integral zu erfassen, obwohl damit z.B. die Anfragen von Taxonomen aus aller Welt bezüglich der Identität von Typen, sehr viel effizienter beantwortet werden könnten. Das hier vorgeschlagene Projekt ergänzt in idealer Weise das gegenwärtige Bestreben der ETH-Bibliothek die gesammelten Werke von Oswald Heer-insbesondere die darin enthaltenen Tafeln-zu scannen und in ihrer eBook-Collection online verfügbar zu machen.

 

Dr. Denise Wyniger, Naturmuseum Luzern
«Inventarisierung der Goldwespensammlung (Hymenoptera, Chrysididae) von Walter Linsenmaier am Natur-Museum Luzern»

Chrysididae-Sammlung Linsenmaier. Die Chrysididae-Sammlung von Walter Linsenmaier umfasst rund 4'000 Taxa (Arten und Unterarten). Die rund 60'000 Belege stammen von eigenen Aufsammlungen von Walter Linsenmaier, vom Tausch mit anderen Spezialisten und durch Integration anderer Sammlungen. Die Sammlungskästen sind alle beschriftet, die Etikettierung der Belege besteht fast ausschliesslich aus gedruckten und nur zu einem kleinen Teil aus handgeschriebenen Etiketten. Vielfach befindet sich direkt unter dem Tier ein Etikett mit Land und Geschlechtsangaben, zusätzlich zur Lokalitätsetikette und Bestimmungsetikette. Die Tiere sind alle sauber und sorgfältig präpariert und eingeordnet. Die Einordnung der Belege folgt der Systematik von Linsenmaier, welche er 1959 auf der Sammlung basierend publiziert hat.
Bedeutung der Sammlung. Da die Chrysididae-Sammlung von Walter Linsenmaier die meisten Primärtypen weltweit beinhaltet sowie keine andere Chrysididae-Sammlung mehr Tiere umfasst, gilt die Sammlung unter den Spezialisten als bedeutendste Chrysididae-Sammlung weltweit. Zudem ist die Sammlung in einem hervorragenden Zustand was die Präparation der Tiere betrifft und die Etikettierung der Belege betrifft.
Projektinhalt. Die Inventarisierung der Chrysididae-Sammlung von Walter Linsenmaier ist notwendig, da ein Katalog der Sammlung bis anhin fehlt und eine solche Aufarbeitung der Sammlung den Spezilisten einen einfachen Zugang zur Sammlung ermöglicht, und dadurch viele noch offene taxononomische Fragen im Zusammenhang mit Artbeschreibungen von Walter Linsenmaier geklärt werden können. Neben der Inventarisierung werden die Primärtypen fotografiert und die bibliographische Referenz zur Erstbeschreibung digitalisiert. Die bereist vorhandenen Aufnahmen der einzelnen Sammlungskästen wird integriert. Zusätzlich wird eine einheitliche Beschriftung der Sammlungskästen angestrebt.

Dr. Michel Brancucci, Naturhistorisches Museum Basel
«Erfassung der Typen der Käferfamilien Cantharidae, Malachiidae und Phengodidae»

Die Malacodermata-Familien Cantharidae, Malachiidae (Malachiinae im Sinne Crowson) und Phengodidae sind ein wichtiger Bestandteil der schweizerischen Museen und ausserordentlich gut vertreten. Mehr als 80% - ja sogar bis 97% für die Familie Phengodidae - der weltweit bekannten Arten, sind in unseren Sammlungen vorhanden. Vor allem das Naturhistorische Museum Basel beherbergt eine ausserordentlich grosse und sehr komplette Sammlung was diese Gruppen anbelangt. Sie ist mit Abstand die weltweit grösste. Das Ziel ist die Datenerfassung der Primär- und  Sekundärtypen der Malacodermata, Fam. Cantharidae, Malachiidae (Malachiinae im Sinne Crowson) und Phengodidae. Die Typen sollen bei dieser Gelegenheit mit einem Barcode versehen werden.

 

Dr. Michelle J. Price, Conservatoire et Jardin botaniques de la Ville de Genève
«Databasing of the Franz Stephani type specimens: an internationally important hepatic (Marchantiopsida) collection»

This project encompasses the digitalisation of the original hepatic type material of Franz Stephani (1842-1937) that is held in Conservatoire et Jardin botaniques de la Ville de Genève (CJBG). Stephani, a world renowned bryologist and author of a number of seminal works on hepatics, made an enormous contribution to the study of hepatics (Marchantiopsida) during his lifetime. He received specimens collected all over the world for study and incorporation into his herbarium. He also described 5357 new hepatic species based on his collections. The project Index Hepaticarum, an equivalent to Index Kewensis or Index Filicales for hepatics, was started at CJBG in the 1950's based on Stephani's treatise Species Hepaticarum (1898-1925). This reflects the pivotal contribution made by Stephani to hepatic taxonomy and nomenclature. His unique and rich hepatic collection contains over 11,000 specimens, a large proportion of which are types (over two-thirds are primary or secondary types). His collection is thus of great importance to bryophyte taxonomists and systematists Worldwide. Material from it, particularly the types, are essential in defining species concepts and establishing stability in nomenclature for this plant group.
Promoting access to information on-line (original label, publication information, type details, specimen label image) from the Stephani type collections will not only facilitate systematic research efforts, but also promote the long-term conservation of this hepatic collection by providing previously inaccessible specimen and label information in a digital form. The proposed project to database and promote digital access to the type specimens of the Stephani collection complements the work done on Index Hepaticarum at CJBG.

 

Dr. M. Perret, Dr. F. Jacquemoud & Dr. L. Gautier, Conservatoire et Jardin botaniques de la Ville de Genève
« Saisie et digitalisation de l'herbier du Prodromus De Candolle (G-DC) »

Nous proposons dans ce projet d'initier la saisie et la digitalisation des récoltes botaniques associées à l'ouvrage « Prodromus systematis naturalis regni vegetabilis » de A. P. De Candolle (1778-1841).
Les fonds demandés au GBIF.CH permettraient de traiter les échantillons qui ont été utilisés pour la rédaction des deux premiers volumes du Prodromus, soit approximativement 12000 feuilles d'herbier, 7400 espèces dont 1200 décrites pour la première fois (env. 16% d'échantillons types correspondant à ces volumes).
L'intérêt de ce projet réside dans l'importance fondamentale de l'herbier de Candolle (G-DC), qui est l'un des grands herbiers de référence pour les botanistes du monde entier. L'accès à cette collection historique est cependant limité. En effet, en regard des risques liés aux transits postaux et à la fragilité des échantillons, cet herbier est de longue date exclu du prêt.
Dans la plupart des cas, les informations que nous proposons de saisir (champs requis par le GBIF.ch), complétées par des images à haute résolution, permettraient de satisfaire à la plupart des besoins des taxonomistes de l'extérieur. La mise en réseau de cette collection facilitera le travail d'interprétation qui est nécessaire pour actualiser la nomenclature et identifier les types. De plus, cet effort contribuera de manière significative à la sauvegarde de cette collection sur le long terme.

 

Seraina Klopfstein, Naturhistorisches Museum Bern
«Datenerfassung der Ichneumonidae (Hymenoptera) in Schweizer Sammlungen»

Die Datenerhebung in diesem zweiten GBIF-Projekt zur Erfassung der Ichneumonidae in Schweizer Sammlungen betrifft alle diejenigen Ichneumonidae-Unterfamilien, welche nicht bereits 2005 im Rahmen eines ersten GBIF-Projekts von der Antragsstellerin erfasst wurden (die Unterfamilien Banchinae, Diplazontinae, Metopiinae, Pimplinae, Xoridinae und einige weitere, kleinere Unterfamilien, total ca. 18'600 Exemplare). Im zweiten GBIF-Projekt ist nun vorgesehen, alle übrigen Unterfamilien, d.h. die Campopleginae, Cryptinae, Ctenopelmatinae, Ichneumoninae, Tryphoninae und einige kleinere Unterfamilien, zu erfassen. Insgesamt umfassen sie ca. 45'000 Exemplare, welche in den folgenden Institutionen aufbewahrt werden: Musée cantonal de zoologie Lausanne, Muséum d'histoire naturelle Genève, Naturhistorische Museen Basel und Bern, Entomologische Sammlung der ETH Zürich, Bündner Naturmuseum Chur, Naturama Aarau. Aufgrund der bisherigen Erfahrung (Zeitaufwand pro Exemplar durchschnittlich 1,9 Minuten) sind für diese Arbeiten 8,5 Monate vorzusehen. Hinzu kommen 0,7 Monate für die fotografische Erfassung und Datenaufnahme von 165 namenstragenden Typen.
Nach Durchführung dieses zweiten GBIF-Projekts sind sämtliche Ichneumoniden aller relevanten Schweizer Institutionen vollständig erfasst, womit eine Basis für weitere ichneumologische Arbeiten nicht nur in der Schweiz, sondern z.B. auch für den Alpenraum gelegt ist (>95% aller existierenden Ichneumoniden-Exemplare der Schweiz bzw. >70% des Alpenraums wären damit erfasst). Wegen der Wichtigkeit des Alpenraums für die gesamteuropäische Biodiversität sowie der enormen Artenvielfalt der Ichneumoniden kommt dem Projekt somit eine grosse Bedeutung zu. Die Ichneumonidae umfassen nämlich nicht nur einen Drittel der in der Schweiz zu erwartenden Hymenopteren, sondern sie sind mit geschätzten 2500-3000 Arten auch die bei weitem grösste Insektenfamilie. Als Parasitoide spielen sie eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Phytophagen und sind deshalb auch ökonomisch, z.B. in der biologischen Schädlingsbekämpfung, bedeutend. Die Datenerfassung durch GBIF bildet damit die Grundlage für viele Forschungsarbeiten. Beispielsweise werden die Daten unmittelbar für die "Checklist Hymenoptera Schweiz" verwendet, ein vom CSCF und dem Naturhistorischen Museum Bern initiiertes Projekt zur erstmaligen Erfassung aller bekannten Hymenopterenarten der Schweiz. Diese Checklist entsteht in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Hymenopterologen sowie der Schweizerischen Entomologischen Gesellschaft und wird 2007 in der Reihe "Fauna Helvetica" publiziert werden.

 

Dr. Jean Mariaux, Muséum d'Histoire Naturelle de Genève
«Collections Majeures de Plathelminthes Parasites»
L'objectif de ce projet est de terminer la saisie de tous les sous-ensembles majeurs de la collection de Plathelminthes parasites du Muséum de Genève répondant aux critères du GBIF, ainsi que de mettre ces données à disposition sur le Web.
Les collections concernées comprennent des séries de tous les groupes importants de Plathelminthes parasites: Monogenea, Trematoda et Cestoda, mais le point fort de cet ensemble est surtout constitué de cestodes, nos collections de ces organismes figurant parmi les  plus importantes du monde.
Une partie significative de ces collections est déjà informatisée sur une base de données locale. Néanmoins nous souhaitons offrir un accès complet et direct à ces collections qui intéressent un grand nombre d'utilisateurs. Pratiquement, 8 collections distinctes, partiellement ou pas du tout informatisées, entrent dans le cadre de ce projet. Combinées, elles comprennent environ 8600 objets qui viendront s'ajouter à la base existante. Il s'agit principalement de collections historiques provenant du monde entier et réunies par des chercheurs suisses au XXème siècle. Du fait de leur origine et de la raréfaction des hôtes de ces parasites, ces collections sont en grande partie irremplaçables.
Une fois le projet terminé, ce sont les données de plus de 25'000 lames, dont 20'000 de cestodes, représentant plus de 2'000 espèces, qui seront rassemblées. Cette base de donnée constituera la plus importante source d'information concernant les Plathelminthes parasites accessible on-line en Europe, et la seconde au monde après celle de la US National Parasite Collection.

 

Dr. Burkart Engesser, Naturhistorisches Museum Basel
«Erstellung eines Typenkataloges für die Sammlung tertiärer und quartärer Säugetiere des Naturhistorischen Museums Basel»

Die Sammlung tertiärer und quartärer Säugetiere des Naturhistorischen Museums Basel ist mit schätzungsweise 600 000 - 700 000 Einzelobjekten die grösste und bedeutendste ihrer Art in Europa (nicht einmal das Natural History Museum in London hat eine so umfangreiche Sammlung). Ein grosser Teil der Fossilien dieser Sammlung stammt von Schweizer Fundstellen, aber auch ganz Europa ist vertreten. Diese Sammlung wird von vielen Fachleuten aus der ganzen Welt besucht, und es werden viele Ausleihen getätigt. 1493 Besuchertage und 214 Ausleihen in den letzten 10 Jahren sprechen für sich.
Mit ein Grund hierfür ist, dass diese Sammlung zahlreiche Primärtypen enthält, die zum grossen Teil von an diesem Museum angestellten Wissenschaftern aufgestellt worden sind.
Bis heute gibt es jedoch keinen Typenkatalog. Nicht einmal die genaue Zahl der vorhandenen Typen ist bekannt. Sie wird auf 500 - 800 geschätzt. Ziel des vorliegenden Projektes ist zunächst die Erfassung sämtlicher Primärtypen der Sammlung tertiärer und quartärer Säugetiere in einer Datenbank, damit diese wichtigen Informationen allgemein zugänglich werden. Sollte es innerhalb des abgesteckten Zeitrahmens möglich sein, auch die Sekundärtypen der Sammlung zu erfassen, soll auch diese Arbeit in Angriff genommen werden. Wichtig ist, dass dieser Typenkatalog innerhalb des vorliegenden Projektes fertig gestellt werden kann. Deshalb sollen nur die wichtigsten Informationen zu den einzelnen Typen aufgenommen werden.
Dieser Typenkatalog wird für zukünftige Arbeiten im Bereich der Biostratigraphie in kontinentalen Ablagerungen und der Systematik fossiler Säugetiere ein wichtiges Hilfsmittel sein.

 

Dr. Ursula Menkveld-Gfeller, Naturhistorisches Museum Bern
«Elektronische Datenerfassung der am Naturhistorischen Museum Bern hinterlegten paläontologischen Typen»

Projektziel ist die vollständige elektronische Erfassung, eineindeutige Nummerierung sowie die digitale Aufnahme aller Objekte der Sammlung "Abbildungsoriginale" (Typen) der paläontologischen Sektion des Naturhistorischen Museum Bern.
In der Oracle Datenbankmaske des Museums wird die Dateninformation aller am Naturhistorischen Museum Bern hinterlegten paläontologischen Typen (Holotypen, Paratypen, abgebildete Objekte, beschriebene Objekte) erfasst. Die Objekte werden anschliessend an die Eingabe mit einer vom Computer automatisch generierten Nummer ein¬eindeutig nummeriert. Diese Arbeiten werden von einer qualifizierten Teilzeitmitarbeiterin während 24 Monaten mit einem Pensum von 10 Prozent ausgeführt. Parallel zur Dateneingabe werden Orignialien sowie Original¬etiketten digital fotografiert.
Die Sammlung "Abbildungsorignialien" zählt etwa 4000 Objekte, aus mehr als 145 publizierten Arbeiten, ab 1800 bis heute. Die Sammlung belegt sowohl stratigrafisch wie systematisch wie auch von den Fundgebieten her ein sehr breites Spektrum. Wichtig zu erwähnen sind die zahlreichen unwiderbringbaren Belege aus den Schweizer Alpen sowie die speziellen Belege aus dem Neogen des Mittellands.
In Zusammenhang mit dem Projekt werden in Eigenleistung des Museums durch die Kuratorin und den Präparator Vorarbeiten gemacht:
- die Objekte konservatorisch gesichert sowie
- die Daten der Objekte für die Datenerfassung bereinigt und vorbereitet sowie
- Typen und Originaletiketten fotografiert.
Bei der Bereitstellung der gewonnenen elektronischen Daten als Excel-Dateien und deren Übergabe an GBIF Schweiz werden die Kuratorin sowie falls nötig der Hausinformatiker mitarbeiten.

2004 - 2005 (Pilotprojekte)

« Mollusques »
Dr. Margret Gosteli, Naturhistorisches Museum Bern
Dr. Eike Neubert
Relevé des types primaires de mollusques dans les collections des Musées zoologiques de l'Université de Zurich, le Musée cantonal de zoologie à Lausanne et du Musée d'histoire naturelle de Berne.

 

« Checklist Ichneumonidae Suisse »
Hannes Baur, Naturhistorisches Museum Bern
Seraina Klopfstein
Relevé intégral des sous-familles d'Ichneumonidae Acaenitinae, Adelognatinae, Banchinae, Diplazontinae, Metopiinae, Pimplinae et Xoridinae dans les collections des Musées d'histoire naturelle de Bâle, Berne, Coire, Genève, Lausanne et de l'ETH Zurich. Le projet est effectué en relation avec l'élaboration de la 'Checklist des Hyménoptères de Suisse', une initiative du CSCF et du Musée d'histoire naturelle de Berne pour le relevé de toutes les espèces d'Hymenoptères connues de Suisse.

 

« Collections de Psylles de Suisse »
PD Dr. Daniel Burckhardt, Naturhistorisches Museum Basel
Angelo Bolzern
Encodage des spécimens des familles de Psylloidea Calophyidae, Carsidaridae, Homotomidae, Phacopteronidae et Triozidae. Les collections du Musée d'histoire naturelle de Bâle et du Musée d'histoire naturelle de la Ville de Genève représentent la deuxième collection mondiale de Psylles.

 

« Digitalisation des données du genre Usnea (ascomycètes lichénisés) en Suisse »
Dr. Philippe Clerc, Conservatoire et Jardin botaniques de la Ville de Genève
Encodage des échantillons du genre Usnea récoltés en Suisse et présents dans les collections du Conservatoire et Jardin botaniques de la Ville de Genève (CJBG), incluant aussi les données représentées dans la collection "liste rouge" du projet "liste rouge des lichens épiphytes" par le WSL (Institut fédéral de recherches sur la forêt, la neige et le paysage) à Birmensdorf (collection déposée aux CJBG).